Warum ich keinen Cheatday mehr mache.


Viele von Euch befinden sich wahrscheinlich gerade in den letzten Zügen der Diät, kämpfen sich durch den Alltag und fiebern dem langersehnten Cheatday entgegen.

Doch was bedeutet eigentlich der Cheatday für Euch?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich an dem Wort "cheat" etwas störe.

Cheat kommt ja bekanntlich aus dem Englischen und heißt so viel wie betrügen oder schummeln. Das impliziert ja schon eine sehr negative Haltung dem Tag gegenüber. So als ob man sich selbst betrügen würde, wenn man sich mal nicht "ordentlich" ernährt und zur Schokolade greift. Wenn man schon so eine Haltung einnimmt, kann man diesen Tag ja gar nicht wirklich genießen.

Habt Ihr Euch schon einmal selbst während eines solchen Tages beobachtet?

Ich habe auch viele solcher Cheatdays hinter mir. Ende des Jahres 2015 habe ich mich für die ILPT Party in Form gebracht. Die letzten zwei Wochen waren besonders hart. NO CARB hieß es da für mich. Die einzigen Kohlenhydrate, die ich gegessen habe kamen aus dem Gemüse, was ich mir zu meinen Eiern oder dem mageren Fleisch "gegönnt" habe. Rückblickend betrachtet war es auch eine sehr gefährliche Sache, da Ihr Euch ja sicher vorstellen könnt, dass wir mit dem Weihnachtsgeschäft und dem Catering damals ziemlich ausgelastet waren und ich somit auch ziemlich auf dem Zahnfleisch kroch.
Die Party war natürlich der Hammer und anschließend bin ich so richtig ausgerastet. Pizza, Burger, Ben&Jerry´s noch und nöcher.

Was war das Ende vom Lied?

Der Blick in den Spiegel am nächsten Tag und die Ernüchterung, dass man an einem Tag seine mühsam erarbeitete Figur verhunzt hat. Der Tag, auf den ich so lange hin gefiebert habe, wurde also eher zum Albtraum, als zur absoluten Erfüllung. Ich kenne Leute, die nach einem solchen Cheatday versucht haben sich zu übergeben oder für die der Blick in den Spiegel so deprimierend war, dass sie sich gänzlich gehen ließen.
Somit hat sich der eine Tag langfristig auf ihre gesamte Ernährung ausgewirkt

Was soll dieser ganze #Cheatday Trend?

Schaut man sich jetzt in den sozialen Netzwerken um, so findet man gerade bei Snapchat oder Instagram immer häufiger Bilder von fetten Burgern oder Eisbechern. Die Menschen brüsten sich damit, was sie Schönes essen können ohne zuzunehmen. Die ganze Woche wird gehungert, um sich am Wochenende dann den vollen Kalorienüberschuss zu geben. Das Schlimme ist nur, dass Du Dir wahrscheinlich an diesem einen Tag mehr Kalorienüberschuss einhandelst, als wenn Du Dir ein paar Kleinigkeiten innerhalb einer Woche leisten würdest. Zudem wird sich diese andauernde Ernährung im Defizit auch negativ auf Deinen Körper auswirken.

Darf man sich also gar nicht mehr belohnen?

In meinem Blogeintrag meine sieben Tipps, um während der Diät motiviert zu bleiben berichte ich darüber, dass man sich während der Diät Etappenziele setzen und sich belohnen sollte. Genau das ist der wesentliche Unterschied. Sich zu belohnen ist etwas ganz anderes als sich selbst zu betrügen. Sei Dir bewusst, dass es völlig okay ist, dir eine Pizza zu gönnen oder am Abend beim Netflix-Schauen Deine Lieblingsschokolade zu vernaschen. Es ist okay! Wir sind keine Maschinen. Es ist letztlich wie so oft im Leben - es geht um Balance.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Dir eine Kleinigkeit hier oder da weniger schadet, als ein Cheatday, an dem du 5000 kcal zu Dir nimmst.
Zudem solltest du nicht ganzzeitlich auf Diät sein und den Wahn nach einer Strandfigur sollte nicht dein Leben bestimmen.
Ich denke, dass jeder den Ehrgeiz hat bestimmte körperliche Ziele zu erreichen und eine Diät über einen bestimmten Zeitraum finde ich auch total okay. Aber lass es nicht zum Magerwahn werden und Dein komplettes Leben bestimmen.

Deine Gökçen.

 

 



1 Antwort

Şükran karabulut
Şükran karabulut

Dezember 02, 2017

Du hast Recht Gökçe, ab und zu darf man sich etwas gönnen sonst übertreibt man es gegen den Schluss der Diat. ??

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