Ein Name - Zwei Farben – Viele Möglichkeiten

Was ist das?

Die Rede ist von Linum usitatissimum – einer Ölfrucht, aus deren Samen Mehl gewonnen werden kann. Genau wie die Süßlupine ist Lein also keine Getreidesorte. Hauptsächlich nutzt der Mensch Leinsamen aber nicht für Backwaren oder Reformkost, sondern presst Öl aus der Saat aus und verwendet dies sowohl als Speiseöl, als auch in der Industrie. Leinmehl ist also eigentlich nichts Anderes als das, was bei der Ölgewinnung übrigbleibt: „Presskuchen“, der klein gemahlen wird. Durch die Vermahlung ist das Mehl bereits gut aufgeschlossen und die Inhaltsstoffe schnell für den Körper verfügbar. Eine weitere Möglichkeit zur Mehlgewinnung ist, die ganze Saat zu vermahlen, ohne sie zuvor zu pressen. Da bei dieser Variante der Fettgehalt wesentlich höher ist, haben wir uns für ein zuvor entöltes Mehl entschieden, welches zudem aus biologischem Anbau stammt.

Was macht das?

Leinmehl ist nicht nur als Ersatz für herkömmliches Mehl geeignet – es ist auch ein gutes Bindemittel und eignet sich deshalb als pflanzlicher Ersatz für Eier oder als natürlicher Soßenbinder. Sowohl gelbes, als auch braunes Leinmehl besitzt einen dezenten nussigen Geschmack, der aber eher an Herzhaftes erinnert. Wir achten daher darauf, es nur als Ergänzung einzusetzen und empfehlen auch euch, Leinsamenmehl in süßen Backwaren eher sparsam zu nutzen und mit anderen Mehlen zu kombinieren.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • 2% Kohlenhydrate
  • Herzhaft-nussiger Geschmack
  • Hohes Quellvermögen
  • Ballaststoffquelle
  • Als Ergänzung zu anderen Mehlen nutzen 

Was kann das?

Mit nur 2g Kohlenhydraten pro 100g ist Leinmehl die ungeschlagene Nummer 1 unter den Low Carb Mehlen. Sowohl helle, als auch dunkle Leinsamenmehle sind fettarm (9g/100g), ballaststoffreich (40g/100g) und eignen sich für eine glutenfreie Ernährung.
Identisch sind die verschiedenen Mehlsorten aber nicht: neben einer unterschiedlichen Fettsäuren-Zusammensetzung, besteht der größte Unterschied in dem Quellvermögen. Alle Leinmehle besitzen die Fähigkeit, viel Flüssigkeit zu binden, helles Leinsamenmehl hat jedoch eine noch größere Kapazität für Wasseraufnahme als sein dunkles Pendant.
Besonders innerhalb der Diät könnt ihr euch diese Eigenschaft zu Nutzen machen, denn sie sorgt für ein angenehmes Sättigungsgefühl ohne viele Kalorien zu liefern.
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